Inklusion

Inklusion ist zunächst Persönlichkeitsentwicklung, weil eine Gesellschaft der bedingungslosen Annahme jeder Individualität immer bei uns selbst beginnt.

Unter Inklusion verstehen wir auch einen Sinneswandel, indem wir nicht mehr nach dem „Grad der Behinderung“ sondern nach dem „Grad des Perfekt-Seins“ fragen, denn „Who´s perfect?“ – und schon geht Inklusion jeden an!

Daher ist Inklusion ein fortwährender Prozess, die ständige Suche nach dem Dazugehören so wie ich bin. Dieser Prozess beginnt mit jeder Individualität und jeder Begegnung zweier Menschen von neuem. Da Inklusion nicht IST sondern immer WIRD, kann eine Schule auf dem Weg zur Inklusion unseres Erachtens nur eine „Labor-Schule“ sein. Im Erleben der EINheit und in der BeREICHerung durch VIELfalt verwirklicht sich dabei der Grundgedanke der Inklusion.

Unser Weg zur Inklusion geht hierbei mehr vom DU als von einer Konvention aus, indem wir unsere Liebesfähigkeit im Gegenüber erkennen. Auf der Grundlage einer bedingungslosen Annahme fördern und unterstützen wir das Gegenüber auf dem Weg zur größtmöglichen Autonomie.

Mit der Inklusion ist ein Höchstmaß an Flexibilität der Strukturen und Prozesse verbunden bis zu einem vollständigen Wandel bestehender Strukturen und Prozesse. Daher sind wir uns bewusst, dass Inklusion nicht nur eine Bereicherung ist, sondern auch zu Verunsicherung führen kann. Auch diese Verunsicherungen und damit verbundenen Ängste berücksichtigen wir als einen Aspekt der Inklusion.

Auf dieser Basis erarbeiten wir unter professioneller Begleitung des BNW, dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnĂĽtzige GmbH, im Rahmen des ESF-geförderten Projekts „FAIR – Starke Kinder“ unseren Weg zur Inklusion.