Berufliche Bildung für Menschen mit einer geistigen Behinderung und/oder seelischen Beeinträchtigung

Leben leben bietet anspruchsberechtigten Menschen mit Behinderung Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen gemäß § 53 SGB XII i. V. m. §§ 39,40 SGB IX. Zusätzlich orientieren wir uns an den Richtlinien des Fachkonzepts zum EV/BBB der Bundesagentur für Arbeit aus dem Jahr 2010 (SP III-HEGA 06/2010). Seit November 2012 sind wir gemäß AZAV zertifiziert.

Vorgeschaltete Leistungen:

  • Ausführliches Informationsgespräch
  • Rundgang durch den Berufsbildungsbereich und die Werkstatt
  • Möglichkeit des Praktikums
  • Ausführliche Beratung durch den Sozialdienst in Uelzen oder Dannenberg
  • Vor Aufnahme besteht im Bedarfsfall die Möglichkeit einer sogenannten „Aufnahmekonferenz“ mit Bildungsbegleiter:in, Sozialdienst und psychologischem Dienst mit dem Ziel, aufgrund der Vorinformationen optimale Eingliederungsmöglichkeiten zu gewährleisten

Leistungen im Eingangsverfahren:

  • Ausführliche Sozialanamnese und Auswertung der Vorgutachten
  • Handwerklich-motorische Testungen mit „Hamet e“ oder „Hamet 2“
  • Angeleitete Produktionstätigkeiten
  • Arbeitserprobungen zur Ableitung der Binnendifferenzierung
  • Unterweisungen und Schulungen (z. B. Arbeitssicherheit)
  • Gruppenarbeiten und –projekte
  • Je nach individuellen Voraussetzungen internes Praktikum/interne Praktika im Arbeitsbereich
  • Teilnahme am Berufsschulunterricht
  • Abschließende Fallkonferenz mit Bildungsbegleiter:in, Sozialdienst, psychologischem Dienst zur Erstellung des Eingliederungsplans

Leistungen im 1. Jahr des Berufsbildungsbereichs:

  • Angeleitete Produktionstätigkeiten
  • Möglichst vielfältige interne Praktika im Arbeitsbereich anhand binnendifferenzierter Rahmenpläne
  • Unterweisungen und Schulungen
  • Gruppenarbeiten und -projekte
  • Teilnahme am Berufsschulunterricht
  • Je nach individuellen Voraussetzungen Teilnahme an Praktikumswerkstatt zur Vorbereitung auf Betriebspraktika
  • Je nach individuellen Voraussetzungen externes Praktikum/externe Praktikum
  • Wiederholung der handwerklich-motorischen Testungen mit „Hamet e“ oder
    „Hamet 2“
  • Entscheidungsfindung für eine interne Ausbildung im 2. Jahr
  • Abschließende Fallkonferenz mit Bildungsbegleiter:in, Sozialdienst, psychologischem Dienst

Leistungen im 2. Jahr des Berufsbildungsbereichs:

  • Durchführung einer internen Ausbildung in Theorie und Praxis anhand eines binnendifferenzierten Ausbildungsrahmenplans
  • begleitender Berufsschulunterricht in ausbildungsspezifischen Unterrichtsgruppen
  • Prüfung in Theorie und Praxis am Ende der Ausbildung
  • Erstellung eines qualifizierten Zertifikats zum Ende der Ausbildung
  • Gruppenarbeiten und -projekte im Rahmen der Ausbildungsgruppe
  • Je nach individuellen Voraussetzungen externes Praktikum/externe Praktika
  • Abschließende Fallkonferenz mit Bildungsbegleiter:in, Sozialdienst, psychologischem Dienst und begleitender Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung aus der Ausbildungsgruppe im Arbeitsbereich

Externer Berufsbildungsbereich:

Falls durch erfolgreiche externe Praktika sich für eine:n Teilnehmende die Möglichkeit ergibt, einen dauerhaften externen Berufsbildungsbereichsplatz einzunehmen, unterstützen wir dies engagiert und qualifiziert. Die Arbeitswoche ist durch vier Tage praktische Arbeit im Betrieb und einen Tag im Berufsbildungsbereich strukturiert. An diesem Tag nimmt der/die Teilnehmende am Berufsschulunterricht, an arbeitsbegleitenden Maßnahmen oder an speziellen Qualifizierungsangeboten teil.

Leistungen im externen Berufsbildungsbereich:

  • Begleitung von externen Kurzzeitpraktika bzw. externem Langzeitpraktikum
  • Unterstützung der Teilnehmenden am externen Arbeitsplatz durch regelmäßige Besuche
  • Falls erforderlich, zusätzliche Qualifizierung im Berufsbildungsbereich während des Werkstatttags
  • Regelmäßige Reflexionsgespräche mit dem Anleiter im Betrieb und ggf. weiteren Betriebsmitarbeitern